Eigentlich wollte ich mir ja den Alpen-Adria Radweg mal geben, jetzt, wo die Zugfahrt auf der Südstrecke ja deutlich verkürzt wurde. Idee war, von Salzburg aus über den Glockner nach Kärnten und von dort dann den Alpen-Adria Radweg nach Grado zu nehmen und am Folgetag mit der neuen Zugstrecke von Triest nach Wien zurück. Ein Ticket mit Radmitnahme (im ganzen Zug gab es gerade einmal 6 Fahrradplätze!) konnte ich für Samstag nachmittag ergattern: in 7 h von Triest nach Wien ist schon eine coole Sache!

Das Wetter machte mir jedoch einen Strich durch die Rechnung, es sagte Schnee und Regen auf Glockner voraus, am Freitag jedoch wieder schönes Wetter. Also nahm ich dann den Zug am Freitag gleich in der Früh (6.15) nach Villach, wo ich um 10 Uhr ankam. Dazu wählte ich die Westbahn – die neuen Zugabteile sind wirklich top modern und super sauber.

Von Villach gings dann nach Tarvis, über den Predil ins Soca-Tal und dort lange entlang bis mich die Soca in Italien wieder ausspuckte. Teils auf schönen Radwegen in der Schlucht entlang, teils aber auch auf stark befahrenen Bundesstrassen – man kann halt nicht alles haben. Dafür links und rechts steil aufsteigende Berghänge, die gegen Ende immer flacher werden und man in der italienischen Ebene mündet. Dort jedoch sehr unangenehme Bundesstrassen bis nach Monfalcone und man das erste Mal das Meer erblickt.

188km von Villach nach Triest, knapp über 8h Fahrzeit, Berge, Täler, Meer, durch 3 Länder, alles an einem Tag!

Am 2. Tag musste ich ja um 14 Uhr den Zug nach Wien nehmen, daher hatte ich nur begrenzt Zeit, wollte aber unbedingt auf die Parenzana (eine ehemalige Eisenbahnstrecke, die zu einem sehr beliebten Touri-Radweg umfunktioniert wurde). Also erst mal raus aus dem Verkehrsgewühl in Triest, dann ans Meer nach Slowenien bis Izola und von dort ein bisschen durchs Hinterland auf die wunderschöne Parenzana nach Portoroz in Kroatien. Dort kehrtgemacht, damit ich wieder rechtzeitig in Triest bin und somit das 4. Land auch abgehakt.

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