Monat: Mai 2024

  • Meine Tour d’Autriche: in 3,5 Tagen quer durch Österreich

    Meine Tour d’Autriche: in 3,5 Tagen quer durch Österreich

    Wenn man so Rennrad-Rundfahrten verfolgt, will man natürlich auch einmal testen, wie es ist, durch das ganze Heimatland zu fahren. Auch wenn überirdische Profis wir Christoph Strasser das nonstop in 28 Stunden schafft, wie lange braucht ein Normalo wie ich?

    Am Dienstag hatte ich einen Vormittagstermin in Salzburg, also ungefähr in der Mitte, also dachte ich mir, ich nutze diese Gelegenheit und teste eine Österreichdurchquerung aus: Samstag mit den Nachtzug nach Bregenz (BTW: die neuen Mini Cabins sind wirklich großartig! 40 € Aufzahlung und man bekommt ein eigenes Reich, wo man gut schlafen kann plus 2 Frühstückssemmeln!). Man kommt dann um 8.30 in Bregenz an und kann gleich lostreten – Ziel: Über den Arlbergpass (Silvretta Höhenstrasse war leider noch geschlossen) Richtung Innsbruck.

    Wegen der Sperre des Arlbergtunnels musste natürlich auch viel Autoverkehr über den Pass, ansonsten gab es einen wunderschönen Radweg zumindest bis nach Stuben, dort ignorierte ich das Radfahrverbot (wie sollte ich sonst rüber kommen???), nach 1200hm am Stück gab es am Pass tolle Sicht und tolles Wetter. Auf der Arlberg-Ersatzstrasse (die Autos hatten ja dann die Schnellstrasse) dann ins Inntal, dazwischen jedoch eine Totalsperre (sogar für Fußgänger!) bei Strengen, keine Alternative in Sicht – die Empfehlung auf der Tafel, über den Arlbergpass zu umfahren (sic!) war auch keine Option. Zum Glück entdeckte ich auf Komoot aber eine kleine Forstrasse mit Brücke, die mich zur Strasse, die von Ischgl ins Tal führte, brachte (Rad schiebend und tragend halt). Und dann am schönen Inntal-Radweg bis kurz vor Innsbruck weiter, wo ich vom Arlbergpass aus noch per Booking ein Zimmer in einem Gasthaus buchte. Die 80jährige Wirtin verköstigte mich mit Tiroler Spezialitäten und brachte mich mit der Aussage „So ein junger Bursch wie Sie fährt doch sicher ohne Motor!“ zum Erröten.

    Am zweiten Tag gings dann durch Innsbruck durch weiter das Inntal hinunter über Wörgl am Wilden Kaiser vorbei nach Lofer und von dort über das kleine Deutsche Eck nach Bad Reichenhall und schließlich Salzburg, noch mal 180km aber nur mehr etwas über 1000hm. Der Weg führte hauptsächlich über asphaltierte Radwege, selbst das Tunnel beim Grenzübergang konnte ich so umfahren und ebenso wunderschön am Thumsee entlang. Hin und wieder musste ich schon auf die stark befahren Bundesstrassen ausweichen, aber immer nur relativ kurze Stücke.

    Nach dem Termin am Dienstag vormittag in Salzburg beschloss ich noch bis nach Wels die 100km weiterzufahren, damit ich am Mittwoch nicht bis in die Nacht durchfahren musste. Die Radwege nach Wels waren trotz Regens gut befahrbar und auch da musste ich nur hin und wieder auf die unangenehme B1 ausweichen.

    Der letzte Tag war wieder mit schönem Wetter gesegnet, es ging nun darum, die restlichen 240km nach Wien abzuspulen. Zuerst nach Linz zum Donauradweg und diesen dann entlang durch den Strudengau, Melk, Wachau, Krems nach Wien durchdrücken, wo ich gegen 18 Uhr meine 714km Tour durch Österreich beendete.

    Tour d'Autriche

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  • My First Bikepacking (1 Tag)

    My First Bikepacking (1 Tag)

    So viel liest man von tollen Bikepacking-Touren, irgendwann will man das auch mal machen!
    Das Bike dazu habe ich ja jetzt: das selbst aufgebaute Surly Ghost Grappler mit vielen Ösen und starkem Gepäckträger, dicken Reifen und trotzdem Dropbar – mein All-Terrain-Vehicle, also quasi das SUV unter den Rädern.
    Günstiges Zelt gekauft, Schlafsack und aufblasbare Matratze, alles ans Bike verstaut, sodass nicht mal ein Rucksack notwendig war!

    Zum Ausprobieren mal was „einfaches“: Graveln im Salzkammergut

    Am Samstag nachmittag den Zug nach Attersee genommen, von dort zuerst am See entlang, dann den Aufstieg zur traumhaften Moosalm und Schwarzensee eingeschlagen und am Campingplatz am Wolfgangsee eingecheckt. Zum ersten Mal also Zelt aufgebaut, hat eigentlich ganz passabel ausgesehen, leichte Sorge wegen eines angekündigten Gewitters in der Nacht, aber egal, wird schon irgendwie gehen.

    Um Mitternacht begann dann der Sturm, zerrte am Zelt, jederzeit rechnete ich damit, dass es über mich zusammenfällt, weil die Heringe vielleicht doch nicht so gut gesichert waren. Blitze erhellten das Zelt, Donner eine Stunde lang in 1km Entfernung, ich blieb dennoch trocken und das Zelt stand tatsächlich noch in der Früh! Zum Glück hatte ich auch alle meine Sachen unter das Oberzelt gelegt, sodass nur das Rad nass geworden ist, aber das ist ja ein ein SUV….

    Als Strecke für Sonntag wählte ich eine Gravel-Route nach Hallstadt und von dort zum Gosausee, am Weg dorthin wollte ich noch den Ewige Wand mitnehmen, knapp 2000hm also…. und das mit Zelt, Schlafsack usw. am Bike – also 10kg mehr.

    Ewige Wand war sehr schön – wie eine kleine Uina-Schlucht, rund um den Hallstädtersee natürlich ein Traumblick auf Hallstadt und dann gings rauf den Waldbach entlang, ca. 1000hm am Stück – mit dem Gepäck am Bike doch heftiger als erwartet, die 10kg mehr schieben leicht in den andere Richtung…

    Eine schöne Gravelstrecke nun entlang, zum Glück bergab unter stetigem Blick auf den Dachstein gings runter zum Gosausee, dort wieder mit Kalorien (Eis, Cola) aufgefüllt und auf einer Strasse dann nach Gosau und Bad Goisern zurück, dort noch den Zug erwischt und mit der Bahn zurück nach Wien.


    Elapsed Time Moving Time Distance Average Speed Max Speed Elevation Gain Calories Burned
    07:05:13
    hours
    05:19:30
    hours
    78,36
    km
    14,72
    km/h
    52,79
    km/h
    1.979,00
    meters
    2.606
    kcal