Die SellaRonda (also die Umrundung des Sella-Massivs in den Dolomiten) stand ja auch schon lange auf meiner Wishlist. Dadurch, dass die Zuganbindung in den Süden Österreichs nun deutlich besser ist, wagte ich also das Experiment, an einem verlängerten Wochenende (Samstag bis Montag) nur deswegen wieder einmal (in der Woche davor war ich ja mit dem Mountainbike in der Gegend schon unterwegs) ins Pustertal zu reisen.

Auch diesmal klappte die Anreise von Samstag nachmittag bis Samstag abend recht gut, Wien- Villach, Villach-Lienz, Lienz – Toblach mit kurzer Verspätung.

Sonntag dann von Toblach nach Bruneck und von dort ins Gadertal Richtung Sella. Gleich am Beginn sprang mir jedoch die vermeintlich schlechte Nachricht des Tages in die Augen, ein Schild „Sperre Dolomitenpässe 5.7.2026“, also genau an MEINEM Tag! In der Hoffnung, dass es sich nur auf Autos bezieht, fuhr ich dennoch hinauf Richtung Corvara / Alta Badia. Dort erkannte ich dann den Grund: der Maratona del Dolomiti fand genau heute statt, das berühmte Radrennen über die wichtigsten Dolomitenpässe! Ganz unschuldig mischte ich mich einfach unter die Teilnehmer und konnte so die Straßensperren überwinden – und staubte noch dazu bei einer Verpflegungsstelle eine Banane ab 🙂

Somit waren die ersten Pässe auch tatsächlich autofrei, von Badia über den Passo Campolongo nach Arabba hinunter, dort aber zweigte die Rennstrecke ab und ich fand mich auf der Auffahrt zum Passo Pordoi wieder zwischen Autos (wenige) und Motorräder (viele). Danach noch den Passo Sella und zum Abschluss den Passo Gardena mit herrlichem Blick auf das Grödnertal und nach Alta Badia hinunter.

Die Abfahrten waren auf herrlichem frischen Asphalt und bei den Auffahrten gab es oft eine eigene Radspur und der Blick links und rechts auf die Felswände – zum Greifen nah – brachte viel Abwechslung. Gesamt 111km und 2500 hm.

In Alta Badia war dann am Abend auch recht viel los, weil dort ja auch die Zielankunft des Rennens war, so waren dann auch recht viele Geschäfte offen und halt tausende Top-Rennräder, geschniegelt und gestriegelt.

Am Montag dann ging es schon wieder retour, wollte aber noch den Passo Valparola mitnehmen, immerhin auch einer der berühmten Dolomitenpässe, den ich noch nicht in den Büchern hatte. Bei leichtem Nieselregen ging es zuerst hinunter nach Baldia und dann 800hm rauf zum Pass, wo mich dann schon die durchbrechende Sonne erwartet. In traumhafter Dolomitenkulisse ging es dann nach Cortina hinunter und durch das Höhlensteintal mit Blick auf die Drei Zinnen dann zurück nach Innichen zum Zug, der mich am Abend noch nach Wien brachte.

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