Kategorie: Allgemein

  • Ironman 70.3 Zell am See – Done!

    Ironman 70.3 Zell am See – Done!

    Wenn man Triathlons macht, kommt man natürlich am Ironman nicht vorbei. Zwar ist eine reine Marketingsache und die Teilnahme kostet auch entsprechend viel, aber irgendwie reizt es dann doch auch zu sehr.

    So beschloss ich, mich für den Ironman 70.3 in Zell am See anzumelden, und versuchte mich, mental und physisch darauf vorzubereiten – sicher nicht mit einem perfekten Trainingsplan, aber halt Radfahren, Schwimmen und Laufen – irgendwie halt.

    Für die Anreise per Bahn hatte ich ja den ganzen Samstag Zeit, die Abreise war schon mehr eine Challenge, um 19.15 geht der letzte Zug von Zell am See nach Salzburg, damit ich gegen Mitternacht in Wien sein konnte – Rennstart war ab 11, also hatte ich dann noch ordentlich Stress, nach dem Rennen wieder alle Sachen zusammenzusuchen und den Zug zu erwischen. Sicherheitshalber habe ich dann noch die 2 späteren Züge als Notfall mitgebucht, auch wenn ich dann erst in den frühen Morgenstunden in Wien angekommen wäre – also keine Ideallösung.

    Der Vortag des Rennens war regnerisch, windig, und mit vielen Wellen am See – wahrlich kein Idealzustand – laut Wetterprognose sollte aber der Renntag schön werden. So war es dann auch tatsächlich: herrlicher Sonnenschein, warm, in der Sonne sogar heiß mit fantastischem Blick auf den Glockner, Kitzsteinhorn und die Saalfeldener Berge.

    Am Vortag galt es noch, alles vorzubereiten, weil wieder mal Transition Zones und Ziel woanders lagen – also wieder alle Sachen in 3 verschiedene Bags einsortieren, Bike bekleben und einchecken. Dann Nudeln und Crepes fürs Carbo Loading.

    Race Day war wirklich herrliches Wetter, der Veranstalter sagte, das es in den letzten 10 Jahren nie so schön war – große Erleichterung. Letzter Bike Check, dann anstellen in großen Wartebereich, extrem viele Zuschauer (es gibt tatsächlich Teilnehmer, deren Familie dabei sind, um anzufeuern!) und auch viele Teilnehmer, sodass mein Schwimmstart erst 20 Minuten nach offiziellem Start stattfindet.

    Die Schwimmstrecke sind 2 lange Geraden, jeweils 950 m, an sich schön, um in den Flow zu kommen, aber es wuselt so viel, dass das nicht wirklich gelingt. Am Rückweg ging es dann schon eher, ich lag da ganz hinten und da war dann zum Glück wieder mehr Platz. Wie immer kommt man komplett benommen und torkelnd aus dem Wasser, in den ersten Metern schwankt man, während man gleichzeitig versucht, sich aus dem Neopren rauszuschälen. Rein in die Radsachen und weiter torkelnd dann zur Linie, wo man aufs Rad steigen kann.

    Auf der Radstrecke fühle ich mich dann schon wesentlich wohler und bin ständig am überholen (klar, so weit, wie ich beim Schwimmen hinten war), bis man zu Anstieg zum Hochkönig kommt. Dort merkt man schon deutlich, dass sich einige bei den Anstiegen schwer tun, war also eher mein Metier und so konnte ich stets weiter überholen (in Summe konnte ich beim Radfahren dann über 200 Teilnehmer überholen :-)!. Bei der Abfahrt kamen dann aber einige Wagemutige wieder vorbei, dann noch die lange ebene Strecke zurück nach Zell am See bis zur Schleife nach Kaprun und zurück in der Transition Zone: 30er Schnitt auf 90km mit 1050 hm in unter 3h – da bin ich recht stolz.

    Dann noch ein kleines Läufchen von 21km entlang des Zeller Sees, 3 mal gings durch Zell am See durch eine irre Menschenmenge, die Familie und Freunde anfeuerten – aber eben auf Wildfremde feuerten mich an, riefen meinen Namen und motivierten mich, durchzuhalten. Die vielen Labestationen halfen auch – mit Wasser, Iso, Cola, Salzwasser (!) und teuren Maurten Gels. Auf der Laufstrecke sah man dann, wie fertig die meisten Teilnehmer zu dem Zeitpunkt schon waren, einige gingen nur noch, aber die vielen Zuseher feuerten weiter emsig an, bis man zum berühmten roten Teppich, dem Zieleinlauf kam und durch den Ironman-Bogen mit Händen der Luft schwebte und die heißersehnte Medaille umgehängt bekam.

    Gesamtzeit: 6h10, Altersklasse Platz 86 (von wievielen ist mir eigentlich egal 😉

    Im Finisher Bereich gabs noch eine ordentliche Portion Nudeln, man sammelte alle Bags wieder zusammen, und machte sich auf den Weg zum Bike-Check out. Stressig, aber knapp kam ich um 19 Uhr am Bahnsteig an, um den Zug zu erwischen, der mich um Mitternacht in Wien absetzte – Was für ein heftiges Wochenende!

  • Challenge: Wien-Klagenfurt

    Challenge: Wien-Klagenfurt

    Ist es machbar (für mich), in der Früh in Wien losfahren und am Abend noch einen Zug in Klagenfurt zu bekommen für die Retourfahrt?

    Theoretisch sollte es klappen, Komoot berechnet 14h Fahrtzeit, etwas über 20er Schnitt, sollte eigentlich machbar sein. Da ich eh immer gegen 3 Uhr eine Wachphase habe, dachte ich mir einfach: Steh halt auf und fahr dann weg. Einpacken musste ich ja nicht viel, wollte ja noch in der Nacht wieder zurück sein, also radelte ich um 4 Uhr 20 durchs langsam erwachende Wien los, war kurz nach 6 schon in Wiener Neustadt bei den ersten Sonnenstrahlen. 2 Berge galt es zu überwinden, Semmering durch die Adlitzgräben war der erste, dann auf Nebenstraßen durchs Mur-Mürztal, immer wieder wechselnd zwischen Radwegen (mit vielen Löchern) und Landstraßen (mit vorbeibrausenden Autos), alle 2 Stunden eine Pause für Kaloriennachschub machend, – herrlich, wenn man einfach nur Süßkram futtern kann ohne sich Gedanken machen zu müssen! (der eigentliche Grund für meine Langdistanzfahrten).

    An Spielberg mit den ersten MotoGP-Fans vorbei, nach Leoben und dann zur zweiten Bergwertung, Neumarkter Sattel mit deutlich mehr Verkehr und mehr Sonne. Bezüglich Sonnenbrand musste ich mir aber keine Sorgen machen, denn die Sonnencreme von der Früh verklebte schon in Kombination mit dem Schweiß und dem Straßenstaub zu einer für UV-Strahlen undurchdringlichen Masse.

    Endlich vor Friesach dann der Übergang von der Steiermark nach Kärnten, eine letzte Pause noch, die Berechnung des Radcomputers sagten voraus, dass ich 30 Minuten vor Zugabfahrt in Klagenfurt ankommen sollte, also konnte ich noch einen Stopp am Wörthersee machen, um in selbigen hineinzuspringen!

    Tatsächlich waren es dann 20 Minuten vor der geplanten Abfahrt, als ich beim Bahnhof ankam (der Zug hatte dann aber eh noch mal 30 Minuten Verspätung) und ich konnte mich beim BILLA dann mit notdürftigen Pizzaschnitten noch eindecken. Ankunft Wien 23:55.

    Gesamt: 323km, 2500hm, netto: 12:30, brutto 14:30, Schnitt: 25,8km/h

    Der nächste Tag wurde dann zu einem Ruhetag.

    Wien-Klagenfurt

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  • Ischgl Ironbike Mountainbike Marathon

    Ischgl Ironbike Mountainbike Marathon

    Durch eine Facebook-Werbung aufmerksam gemacht, stolperte ich auf das IRONBIKE-Rennen in Ischgl Anfang August und mein Dienstplan ermöglichte mir sogar die Teilnahme!

    Als etwas komplex stellte sich die Anreise dar, da die Zugstrecke über das Deutsche Eck genau in dieser Zeit unterbrochen war. Dennoch fand ich einen, besser gesagt DREI Züge, die mich hinbringen sollten: 3 Mal umsteigen, 8h Fahrt und jedes Mal hoffen, dass sich der Anschlußzug ausgeht – kostete Nerven! Schlussendlich kam noch dazu, dass ich ja auch dann noch von Landeck nach Ischgl hinauf musste – Fahrradplätze am Bus gab es, aber nicht reservierbar, also wusste man nicht, ob noch Platz sein wird. Scheinbar ist die Anreise per Zug für die Teilnehmer des Rennens ohnedies kein Thema (SCHANDE!), denn es wollte tatsächlich NIEMAND anderer mit dem Bus fahren. Letzten Endes gelang mir die Anreise am Freitag vor dem Event, kurz vor 18 Uhr war ich noch bei der Startnummernausgabe.

    Ischgl selbst besteht ja nur aus Hotels und Aprés-Ski-Bars, von denen im Sommer einige zu Aprés-Bike-Bars mutierten, der Rest blieb geschlossen.

    Das Event war perfekt organisiert, immerhin war es zum 30jährigen Jubiläum auch gleichzeitig die Österreichische Staatsmeisterschaft in der Disziplin Mountainbike-Marathon – dazu musste die EXTREME-Strecke bewältigt werden: 3300hm auf über 70km, zuerst nach Mathon hinauf, dann zurück durch Ischgl, rauf zur Idalpe und zum Salaaser Kopf auf 2700m, auf der anderen Seite in die Schweiz nach Samnaun hinunter und wieder 1000hm hinauf zum Flimsattel und von dort dann endlich über 1200hm hinunter nach Ischgl ins Ziel. Dazwischen gab es 3 Cut-off-Zeiten, wo man die Strecken dann abkürzen konnte bzw musste, wenn man die Zeit nicht geschafft hat.

    Angemeldet war ich für die HARD-Strecke, mit 2700hm ersparte man sich so den ganzen Weg runter nach Samnaun, hielt mir aber über die Cut-Off-Zeiten offen, welche Strecke ich wirklich fahren konnte (ein kleiner Gedanke im Hinterkopf spielte schon auch irgendwie damit, die volle Strecke fahren zu können…)

    Während die Anwärter für die Staatsmeisterschaft vorne losbrausten, reihte ich mich gemütlich, aber doch mit Druck ins hintere Feld ein, genoß den herrlichen Tag und das tolle Bergpanorama, zumindest bis zum steilen Anstieg auf Asphalt zur Idalpe hoch (1200hm am Stück standen am Radcomputer). Die erste Cut-Off Zeit unterbot ich um 45 minuten, die zweite um 30, für die dritte – entscheidende – oben am Salaaser Kopf (12 Uhr!) wurde es schon knapper aber noch schaffbar – bis ich die Rampen mit 25% und mehr erblickte, die noch vor mir standen.

    Zum Glück sahen es aber meine Leidensgenossen im hinteren Teil des Feldes ähnlich, wir schoben dann den meisten Teil des Anstiegs und wunderten uns, wie die ersten das fahren konnten, selbst beim Schieben rutschte man schon auf dem Schotter ab. 17 Minuten vor Ablauf stand ich dann oben auf der Abzweigung und spontan – angesichts des tollen Wetters und der Frage, was ich sonst noch den restlichen Tag machen sollte – entschied ich mich für rechts, den langen, EXTREMEN, Weg.

    Hinunter nach Samnaun war es dann eher fad – Schotterstraße und hinauf zur Alp Trida wieder steile – Schotter und Asphalt, doch wir – die hintengebliebenen – unterhielten uns prächtig während wir hinaufschoben. Nur als wir einen der vielen Fotografen erblickten, schwangen wir uns todesmutig wieder auf die Bikes – bis zur nächsten Rampe halt. Auf den Labestationen wurde schon langsam wieder eingepackt, dennoch versorgten sie uns mit Iso, Nüssen und Bananen und aufmunternden Zurufen!

    Nach dem letzten Anstieg auf den Flimsattel hieß es dann 1200hm nur noch hinunter – nur eine Kuhherde, die mittem am Trail graste, konnte mich noch aufhalten! Oben noch Trails verwandelte sich der restliche Weg in eine rasante Schotterabfahrt und rasch war ich dann wieder in Ischgl unten, durchs Ziel – knapp unter 7 h! (Der Staatsmeister hat knapp unter 4h gebraucht – unfassbar)

    Da ich den Montag noch frei hatte, verbrachte ich den Sonntag noch in Ischgl, um mir die Trails noch mal IN RUHE anzusehen, mit Liftunterstützung! Ich fuhr also die fast idente Strecke auf den berühmtesten Trails Ischgls noch mal und genoß das herrliche Panorama, Wetter und Kaiserschmarrn in der Hütte. Schmuggler-Trail, Visalp und Flimmjoch-Trails waren genial, weiter unten im Tal aber gabs dann nur noch Forststraßen und die restlichen gebauten Trails waren sehr anfängerlastig. Auf der Schweizer Seite fand ich noch einen Shared-Trail, der es noch mal in sich hatte (Experts only stand dort), in Summe ein interessantes Hochgebirgs-Trail-Paradies, aber in einem Tag ist man schon mal durch – Perfektes Wochenende also!

    Rennvideo

    Ischgl Ironbike Marathon Extreme

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    Trailvideo

    Ischgl Trails

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  • XTERRA und Bergerlebnisse im Salzkammergut

    XTERRA und Bergerlebnisse im Salzkammergut

    1996 startete eine Bewegung, die den Triathlon-Sport in die Natur brachte: XTERRA: ein Crosstriathlon, der Schwimmen, Mountainbiken und Trailrunning in Triathlon-Manier kombiniert. Seit 14 Jahren fand er dieses Jahr nun wieder in Österreich statt, noch dazu im Herzen Österreichs, in Bad Aussee. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen!

    Eigentlich hatte ich ja angedacht, mit dem Zug anzureisen, aber die Verbindung von der Weststrecke war unterbrochen, also entschied ich mich schweren Herzens doch fürs Auto. Ein Vorteil war, dass ich früh schon am Freitag ankam und das schöne Wetter noch für eine kleine Trainingsrunde auf den Loser nutzen konnte (wo ich auch schon unbedingt mal rauf mochte) 900hm am Stück, herrlicher Blick von oben und ein legaler MTB Trail (Augst-Trail) dann runter.

    Samstag dann Organisation für den Bewerb. Durch den Start erst um 14 Uhr blieb genug zeit, bisschen fad war mir dann schon, aber es war ja auch viel noch zum Vorbereiten, da die Transition Zones in Altaussee lagen, das Finish in Bad Aussee. Da galt es, sich genau zu überlegen, was man wo platzieren muss und wie man die Sachen nachher wieder einsammelt: Neopren, MTB, Helm, Radschuhe, Laufschuhe, Umziehsachen usw – da kommt schon einiges zusammen.

    Ich hatte aber noch Zeit, mir den Supersprint anzusehen, mit extrem kurzen Distanzen, aber die Athleten verausgabten sich dennoch voll.

    Um 14 Uhr gings dann los, Start im 18 Grad kalten Ausseer See (mit Neopren gings dann doch). Schon nach den ersten 200m hatte ich eigentlich keine Lust mehr, aber das wäre zu früh zum Aufgeben, also Durchziehen! Statt 1,5 km schwamm ich wegen meiner Orientierungslosigkeit im Wasser dann mal schon 1,9 km, kam fast ganz am Schluß aus dem Wasser, quälte mich beim Ausziehen des Neos, aber am Rad war ich dann wieder in meinem Element und konnte nach für nach überholen.

    Bis mir dann bei einer knackigen Steigung die Kette riss!! Kettennieter hatte ich dabei, aber kein Kettenschloss! Kurz vor dem Aufgeben, versuchte ich dann noch ein Kettenglied zu entfernen und einfach neu zu nieten mit dem bestehenden Nietstift, es gelang, ich setzte aber nicht viel Hoffnung darin, dass sie bis zu Schluss halten werde. Anstiege tritt ich sanft und mit weniger Kraft, überholte nur noch wenige, aber es gelang tatsächlich – die Kette hielt!! 2x Blaa Alm, knapp über 1000hm.

    Jetzt noch zu Ende laufen: auch wieder ganz hinten gestartet, konnte ich an den Anstiegen (300hm in den ersten 3 km!) ein paar wieder überholen, einige schwierige Querungen durch den Wald und im letzten der 11 km noch ein kleines Match mit einem anderen Läufer geliefert, kam ich dann nach über 4,5h in Bad Aussee über den Mercedes-Stern im Finish an!

    Der Shuttle Bus brachte uns wieder nach Altaussee, um den Krempel wieder einzusammeln, mit Rad zurück nach Bad Aussee und proteinreichen Grillteller inhaliert. Cooles Event!

    Wenn ich schon mal im schönen Salzkammergut bin, versuche ich doch gleich mal noch etwas mitzunehmen, was mir auch schon sehr oft empfohlen wurde: den Traunstein.

    Bei der Route verließ ich mich auf einen Local, der dort jeden Fels kennt. Er entschied, den Naturfreundesteig hinauf und den Moaralm-Steig hinunter zu nehmen, und auch gleich um 6 Uhr zu starten.

    Also 4 Uhr aufstehen, rüber nach Gmunden, mit Rad zum Einstieg und gleich gehts senkrecht in den Steig rauf – super spannende Kletterei, super gesichert und magischer Ausblick auf Traunsee bis zum Dachstein.

    Nach 2h 20 kamen wir oben an, dann noch rüber zum Gipfel, dort die herrliche Rund-Um-Sicht genießen und in die Gmundner Hütte auf einen Apfelstrudel und Getränk, denn nun kam die Sonne raus und es wurde ziemlich heiß.

    Abstieg war steil, aber nicht so ausgesetzt, unten freuten wir uns schon auf einen Sprung in den Traunsee – die 18 Grad empfanden wir dann nicht als kalt, sondern angenehm.

    Perfektes Wochenende, alles erledigt, Maximum ausgenutzt!

    Traunstein

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  • Italien Coast to Coast

    Italien Coast to Coast

    Influencer inspirieren nicht nur zum Kauf von Produkten, sondern (zum Glück) auch zu neuen Ideen für epische Touren. So sah ich auf GCN einen Bericht, Italien an einem Tag komplett zu queren – Coast to Coast und das ging mir fortan nicht mehr aus dem Kopf. Gleichzeitig wurde von einem anderen Blogger (Christian Gemmato) das Gebiet rund um Cesenatico in der Emilia-Romana an der Ostküste empfohlen – dem Geburstort von Marco Il Pirate Pantani, dem italienischen Volksradhelden.

    Also verknüpfte ich beide Ideen und schuf einen Plan, zuerst an der Ostküste das Pantani-Gebiet mir anzusehen, dann an einem Tag zur Westküste zu fahren und dort noch etwas durch die Toskana.

    Dank ÖBB Nightjet und einer Mini-Cabin (großer Fan!) und einem Fahrrad-Abstellplatz, nahm ich also den Zug über Nacht nach Bologna, von dort nach Cesena. Dort startete die erste Tour, die ich an das berühmte Nove Colli-Rennen anlehnte: über die Hügeln im Hinterland von Il Pirate.

    Nach ein paar Colli, viel Hitze und schwüle Luft und über 2400hm lag San Marino auch noch am Weg, ich überfuhr die Staatsgrenze, genoss ein Canolli und fuhr weiter nach Rimini, dort ein Gelato am Strand und die restlichen Kilometer den belebten Strand bis nach Cesenatico zum Hotel Lungomare.

    Fazit: 164km mit 2400hm durch brütende Hitze, kaum Verpflegung am Weg und wenig Schatten.
    Tankstellen sind in Italien nicht mehr mögliche Verpflegungsstationen, weil die meisten nur noch self-service nur für Benzin sind, keine Geschäfte mehr – da muss man sich dann rar gesäte Supermärkte suchen (an einem Sonntag auch nur schwer möglich).

    Am nächsten Tag stand dann die Coast-to-Coast-Tour am Programm, musste ich doch am Abend in meinem Hotel in Pisa sein.

    Von Cesenatico über Cesena nach Forli gabs nur unangenehme Landstraßen mit viel Verkehr, dann wurde es ruhiger, aber es ging auch die Apenninen hoch bis auf 1000hm – wunderschöne Serpentinen durch Wälder, aber auch viel heißen Sonnenschein. Einmal die Apenninen überwunden, gings dann zuerst steil, dann flach weiter den Fluss Arno entlang Richtung Florenz, Autoverkehr nahm zu, angenehm, war das dann nicht mehr, jedoch entschädigte der Blick in die Altstadt und die Ponte Vecchio für die Strapazen.

    Dennoch waren es noch 90km bis ans Ziel, gespickt, mit verkehrsreichen Landstraßen, aber auch einsamen kleinen Bergstraßen über einen abschließenden Hügel noch bis nach Pisa, wo dann auch schon langsam die Sonne unterging.

    Um in den letzten Lichtstrahlen mein Ziel, die Westküste bei Marina di Pisa, noch zu erreichen, gab ich noch mal kräftig Gas, zum Glück gibts dort einen schnurgeraden Radweg zum Hafen. Kurz nach 21 Uhr bei untergehender Sonne erreichte ich dann die Westküste. Groggy, aber happy nach 10h Nettofahrzeit (Brutto 13h), 243km und 1700hm.

    Unter mitleidigem Blick nahm mich die nette Busfahrerin mit dem Rad zurück nach Pisa, wo ausgerechnet an diesem Tag Luminara di San Ranieri stattfand, ein Lichterfest, bei dem alle Häuser am Fluss beleuchtet waren, ganz Pisa bis Mitternacht auf den Brücken feierten und um 23 Uhr ein großes Feuerwerk zu Ehren des Stadtpatrons stattfand.

    Glück für mich, so kam ich noch einer Portion Pommes als einzige warme Speise des Tages (Rest bestand aus Iso-Getränken, verdünntem Cola und Riegel).

    Nach dem Epic Ride, derentwegen ich die ganze Reise überhaupt geplant hatte, war ich am letzten Tag ohnedies sehr K.O. und beschloss, mit dem Zug nach Poggibonsi am „Eingang zur Toskana“ zu fahren, und von dort dann gemütlich mit dem Rad über ein paar pittoreske Hügel nach Siena. Nach einem kurzen Abstecher in die von Touristen durchströmte Altstadt weiter in die Chianti-Gegend und über einen letzten Hügel nach Montevarchi zum Zug Richtung Florenz – auch noch mal 93km und 1700hm.

    Mit ausreichend Zeit noch in Florenz marschierte ich noch die Sehenswürdigkeiten rasch ab, genoss Burrata und Pasta und wartete auf den Nachtzug, der mich über Nacht wieder nach Wien brachte.

    In Summe: 500km und 6000hm, 23h Nettofahrzeit und viele Kalorien verbraucht.

  • 24h Rennen Alfsee

    24h Rennen Alfsee

    Leider war in einem Bike-Magazin mal zu lesen: „Du musst in deinem Leben mindestens 1 mal ein 24h-Rennen gefahren sein“ – das triggert.

    In Österreich gibt es nicht viele Rennen dieser Art, aber in Deutschland schon – eines der bekanntesten und ältesten (seit 13 Jahren) ist das Wochenende am Alfsee – Ein sehr großer Campingplatz neben einem See und Vogelschutzgebiet nördlich von Dortmund und dort 24 Stunden lang im Kreis x-fach rundumadum fahren. 12km lang ist eine Runde, 150hm, Deich rauf, Deich runter, Kurs durch den anliegenden Wald und auch mal flach entlang des Deiches: Start Samstag 14 Uhr und letzte Runde vor 14 Uhr am Sonntag – wahlweise solo oder in 2er, 4er, 6er oder 8er Teams und sogar Spezialteams mit eMTB oder Gravel gibt es.

    Dank Connex von Wippermann – die besten Ketten, die es für Mountainbike, Gravel und Rennrad gibt! – durfte ich in einem 2er Team starten und es war für alles gesorgt: Campingplatz, gemeinsames Kochen, Verpflegung und medizinische Betreuung während des Rennens.

    Leider wurde mein Teamkollege krank und konnte erst wieder in den letzten Stunden des Rennens einsteigen, also blieb mir nichts übrig, als mich solo auf die Strecke zu werfen!

    Samstag nachmittag nutzte ich, um die Strecke kennenzulernen, das Wetter war fantastisch, sonnig, warm, trocken – etwas zu trocken, denn die Kehren wirbelten nur so Staub auf, der bald mein ganzes Gesicht und Beine bedeckte. Die Rundenzeiten waren schön konstant unter 40 minuten, 4 Runden, dann kurze Pause, wieder 4 Runden, gegen Abend etwas kürzerer Rhythmus mit 3 oder 2 Runden, um dazwischen etwas essen zu können, die Lampen vorzubereiten und sich auch wieder mehr Lagen Kleidung anzulegen.

    Bei Essen musste ich nur aufpassen, möglichst wenig Ballaststoffe zu nehmen, um die Pausen kurz zu halten, also vorbei an all den leckeren Broten und Wraps, nur Banane, bisschen Nudeln, Wassermelone und viel trinken!

    Ab 21 Uhr war Pflicht, mit Licht zu fahren, ein paar Runden im Sonnenuntergang gingen sich noch aus, dann wurde es zappenduster, aber das Helmlicht spendete ausreichend Sicht – die Wege kannte ich nach den ersten 12 Runden eh schon ziemlich gut.

    So verging dann die Zeit über Mitternacht bis 3 Uhr morgens recht flott, mehrere Podcasts begleiteten mich auf den ewig gleichen Wegen, nur die Lichter und Akkus musste ich ständig nachladen. Gegen halb 4 merkte ich aber schon Fahrfehler und beschloss, bis zum Sonnenaufgang eine kurze Pause zu machen, um nicht aus Müdigkeit vom Rad zu kippen.

    Völlig verdreckt (das hatte ich erst danach, als ich nach dem Aufstehen in den Spiegel schaute, bemerkt) und mit verschwitzen Sachen warf ich mich ins Auto, keine 3 Sekunden später war ich weg, der Wecker klingelte kurz nach 5 – den Sonnenaufgang wollte ich einfach nicht verpassen! Kurze Klopause, dann wieder ab aufs Bike und bei herrlichem Sonnenaufgang über den Damm und in den Tag hinein.

    Leider war der Akku der Kopfhörer schon leer, aber immerhin brauchte ich kein Licht mehr und auch bei den Zuschauern waren wieder mehr unterwegs, je wärmer es wieder wurde. Jede Runde entledigte ich mich dann auch wieder einer Kleiderschicht, und mein Herz hüpfte voll Vorfreude, als ich erfuhr, dass mein Teampartner die Schlussrunden fahren wird können. Also galt für mich: Durchhalten bis wir dann gemeinsam eine Runde drehten – immerhin kannte ich jede Passage, jeden Stein, jede Wurzel, jeden Grasbuckel – dann ließ ich ihn eine Runde alleine und wir schafften es tatsächlich, noch 4 Minuten vor Schluss eine Runde noch anzuhängen.

    Ein paar Zahlen zu meiner Fahrt:

    • 302km in 25 oder 26 Runden (hab mich irgendwann verzählt) und 3100hm
    • 7738 kcal verbrannt (schade, die 10.000 hab ich scheinbar nicht geknackt)
    • in 24h 1,5h geschlafen, 17h 21 min Bewegungszeit
    • 17,4 km/h Durschnittszeit, 111 Watt Durschnittsleistung
    • Platz 13 in meiner Alterklasse von 225 – Juhuu!
    • Wäre ich als Solo-Fahrer gestartet wäre ich so zwischen Platz 20 und 25 over all!

    OK, ich gebe zu: Ich war danach ziemlich fertig.


    24h Alfsee Rennen 2025

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  • Stoneman Arduenna – Im Land der Schlümpfe und Hobbits

    Stoneman Arduenna – Im Land der Schlümpfe und Hobbits

    3 Stoneman schon in den Büchern, lockte uns nun der Stoneman Arduenna in Belgien, weil wir ohnedies in der Nähe das 24h Rennen am Alfsee am Programm hatten: 3900hm auf 179 km mit vielen kleinen Anstiegen durch die Wälder und Hügel der Ardennen.

    Nach einer langen Autofahrt (10h!) landen wir also in Bütgenbach, einer der Startorte für den Stoneman in einem offiziellen Logis-Partner Hotel Eifelland, sehr herzlich und schön.

    Start am nächsten Morgen Punkt 6 Uhr, noch frostig, Nebelschwaden ziehen noch über den naheliegenden See, an dem die ersten Kilometer der Strecke vorbeiführen. Oft begegnen wir dem neu angelegten Radweg auf der stillgelegten Vennbahnstrecke, nur führt uns der Weg quer durchs Gebüsch auf viele enge Singeltrails in den Süden, mal bergauf, dann wieder bergab oder an malerischen Bächen entlang. Die Landschaft erinnert immer wieder an das Auenland der Hobbits, sanfte Hügel, viel Wald und dazwischen Lichtungen mit viel Graswiesen und Bächen. Da das Auenland aber am anderen Ende der Erde angesiedelt ist, dachten wir eher an den Ursprungsort der Schlümpfe, die ja aus Belgien stammen.

    Je mehr nach Süden wir kamen, desto mehr Sorgen machte uns allerdings die Verpflegung, keine Supermärkte oder Tankstellen in der Nähe, besonders eine Wasserstelle wäre schon hilfreich gewesen. Die Schilder bei der Stempelstellen entlang der Strecke bezeichneten immer Etappen von ca. 20km, also hantelten wir uns von Etappe zu Etappe weiter. Ganz im Süden kommt man über das 3 Länder-Eck nach Luxemburg und zum Europa-Denkmal, das an die Gründungsstaaten der EU erinnert. Von dort gehts wieder nach Norden und nach über 100km kommt man zum ersten Mal an einem großen Supermarkt vorbei, wo wir uns neu versorgen konnten.

    Weiter durch malerische Landschaften nach Malmedy, wo dann schön langsam die Sonne unterging und uns nur noch der größte Anstieg auf das Hohe Venn bevorstand.

    Oben angekommen, sank die Sonne bereits über das Hochmoor herab, die letzten roten Strahlen führten uns dann zum höchsten Punkt Belgiens – die 700m-Marke knacken die Belgier aber nur durch einen Turm mit Stufen, den sie extra zu diesem Zweck dort gebaut hatten.

    Bei der letzten Stempelstelle war die Sonne dann weg, wir mussten nur noch zurück, zogen alles an, was wir mit hatten und düsten zurück nach Bütgenbach: 179km und knapp 4000hm von 6 Uhr bis 22h30.

    Fazit: Fahrtechnisch ein leichter Stoneman, lang, aber viele Singletrails und wunderschöne Hügel- und Wiesenlandschaft. Unbedingt viel Flüssigkeit und Verpflegung mitnehmen!

    Nun 1 Tag Pause, dann auf zum 24h-Rennen am Alfsee

    Stoneman Arduenna Gold 🏅

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  • Videos

    Videos

    Sick Mud Ride

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  • Iron Curtain Trail

    Iron Curtain Trail

    Die Eurovelo-Radwege kreuzen durch ganz Europa und somit queren auch einige davon Österreich. Nicht weit von Wien weg kommt man auf einen Abschnitt des Eurovelo 13 bzw 8, der entlang des ehemaligen Eisenen Vorhangs führt, der Iron Curtain Abschnitt.

    Von Wien aus kommt man rasch mit einer S-Bahn nach Marchegg, dort geht es dann wechselnd einmal auf slowakischer und einmal auf österreichischer Seite entlang der Au nach Norden. Bunkeranlagen und andere Relikte aus der Zeit der kommunistischen Grenzziehung erinnern an vergangene Zeiten, nun überschreitet man mit dem Rad aber oft die Ländergrenze, ohne etwas bemerkt zu haben.

    Für ein Rennrad ist leider manchmal der Belag grenzwertig, aber sonst kommt man mit guten Tempo voran, in 6 h hat man die 170km bis nach Retz erledigt, dort steigt man wieder bequem in den Zug nach Wien zurück – Tolle Tagestour!

    Und dazwischen kann man bei den Orlen-Tankstellen noch lecker Hot-Dogs konsumieren.

    Elapsed Time Moving Time Distance Average Speed Max Speed Elevation Gain Calories Burned
    07:15:58
    hours
    06:13:37
    hours
    173,13
    km
    27,80
    km/h
    58,68
    km/h
    759,90
    meters
    3.540
    kcal
  • Fat Bike

    Fat Bike

    Da ich auch im Winter nicht aufs Biken verzichten möchte, spielte ich schon länger mit dem Gedanken, mir ein FatBike zuzulegen, um auch im Schnee und extremen Gatsch noch fahren zu gehen.

    Auf willhaben wurde ich rasch fündig und legte mir folgendes Fat Bike zu:


    Schon sehr extrem, aber auch sehr spaßig ist so ein Teil: man hoppelt durch die Gegend über Wurzeln drüber und Steilstücke mit einem Grip, der einfach unerreichbar ist.

    Gleichzeitig aber auch ein eigenartiges Lenkverhalten, durch den breiten Reifen greifen die Seitenstollen und reißen am Lenker – daran muss man sich erst mal gewöhnen!

    Fat Bike Drohne

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