Kurzfristig hatte ich die Hoffnung, bei der Istria300 starten zu dürfen, es hat aber dann doch leider nicht geklappt. Da ich mir die Tage dafür aber schon freigeschaufelt hatte, war ich am überlegen, in der Zeit etwas anderes noch im Herbst zu unternehmen.

Die Stoneman waren für Anfang Oktober schon gesperrt, da hüpfte mir auf Facebook eine Anzeige für eine Vulcania300 ins Auge!

Auf der Homepage nachgesehen (www.vulcania300.bike) – das ist tatsächlich ein Nachbau des Stoneman für Rennrad: 300km und 4000hm an einem (Gold), zwei (Silber) oder 3 (Bronze) Tagen – Tracking über Stempelkarten oder App – wie genial! Das mach ich!

Hotel direkt an der Strecke Gasthof Scheer in Bad Gleichenberg – das Hinkommen war recht mühsam, weil Zug nach Graz, dann Feldbach und dann die Nostalgiebahn nach Bad Gleichenberg. Die erste Bahn hatte Verspätung, daher verpasste ich auch die Nostalgiebahn und der Bus am Abend nahm mich nicht mit. Also mit dem Rad von Feldbach zum Hotel.

Am Raceday dann um 6 Uhr aufs Rad, dunkel noch und kalt (mit Armlingen und Windjacke ging es so halbwegs). Checkpoints der App aktivierung und los gings durchs Vulkanland.

Eigentlich ständig gleich, Hügel rauf, oben etwas am Kamm entlang, dann Hügel runter ins Tal, Bundesstrasse oder Landesstrasse queren und wieder Hügel rauf – und das den ganzen Tag. Na klar kommen so 4000hm zustande!

Den Weg hatte man tatsächlich so gewählt, dass man möglichst wenig Autokontakt hat, d.h. man wird durch die kleinen Wege von Kaff zu Kaff geleitet und quert gerade mal kurz die Autostrassen. Dafür kommt man an vielen Häusern und Feldern vorbei, schön waren die Fahrten auf den Hügelkämmen.

Spannende Beobachtung: fast jedes zweite Haus ist geschmückt mit einem großen Plakat mit Geburtstagsglückwünschen inklusive Foto-Collage des Gefeierten – scheint dort eine Tradition zu sein?

Von Bad Gleichenberg ging es nach St.Stefan, dann Feldbach und weiter in den Norden nach Fürstenfeld, von dort dann rauf zur Riegersburg, dann nach Süden zur Vulkanlandaussichtsplattform und bis nach Bad Radkersburg. Dort wurde es dann schon dunkel, und nach 8 war ich dann bei meiner letzten Stempelstelle in Mureck.

Da es schon kalt und dunkel war, mir schon etliche Hasen vor die Reifen gelaufen sind, beschloss ich dann etwas abzukürzen und direkt zum Start zu fahren. Die 4000hm hatte ich drin, Distanz dann 270km, halb 10 war ich zurück. Kein Abendessen, aber Hunger hatte ich eh auch nicht, waren wohl zu viel Menthos und Gummibärchen unterwegs…

Dafür freute ich mich umso mehr auf ein opulentes Frühstück und eine gemütliche Heimfahrt – diesmal nahm mich die Nostalgiebahn auch wirklich mit!!


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